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Pot Limit Omaha Preflop Strategien

Monday, 13. July 2009 18:29

Anders als im Hold’em Poker müssen wir uns beim Pot Limit Omaha sehr genau überlegen, mit welchen Karten wir ins Geschehen einsteigen. Aber nicht nur unsere Starthand ist entscheidend, sondern auch die Position und die Action, die vor uns am Tisch schon stattgefunden hat. Um das Ganze etwas übersichtlicher zu machen, werde ich Euch ein paar grundlegende Tips mit auf den Weg geben, um die schlimmsten Fehler zu vermeiden.

Out of Position:

In schlechter Position gilt, selbst wenn keine Action vor uns stattgefunden hat, mit mittelmäßigen Händen nicht erhöhen. Zu viele Spieler können sich Preflop nicht von Ihren Karten trennen und im schlimmsten Fall spielen wir dann am Flop mit einer schwachen Hand um einen großen Pot. So einen Pot werden die Gegner nicht einfach aufgeben und deshalb ist mit Gegenwehr zu rechnen, schon alleine weil die Gegner mit Drawing Händen gute Pot Odds bekommen, da wir mit einer mittelprächtigen Hand keinen Potsize Bet machen können im Sinne eines Steal Bets. Ausnahme sind natürlich Premium Starthände, die bei einem ruhigen Tisch, in später Position auch erhöht werden können. Dennoch gilt: Verfehlen wir den Flop und ist unser Gegenüber sehr aggressiv, dann müssen wir uns auch am Flop von schönen Premium Starthänden trennen können.

Spekulative Drawing Hände:

Mit diesen Händen wie z.B. 9854 werden wir logischerweise Preflop keinen Raise machen. Bei dieser Hand gilt es, den Flop so billig wie nur möglich zu Gesicht zu bekommen und Vorraussetzung um überhaupt damit mitzuspielen, ist ein entsprechend großer Stack. Seid Ihr ein Shorty, dann wäre eine solche Hand ein klarer Fold. Optimalerweise können wir eine solche Hand billig und in einem Multiwaypot spielen und hoffen, dass wir einen guten Draw oder ein Top Set floppen. Dennoch ist Vorsicht angesagt, denn aufgrund unserer niedrigen Starthand ist es leicht möglich, dass wir selbst mit einem Straight Treffer durch eine höhere Straight dominiert werden.

Marginale Hände:

Dazu gehören auch hohe Paare mit schlechten Beikarten. Mit diesen Karten werden wir auch nicht raisen. Selbst in später Position werden wir diesen Move vermeiden und so billig wie nur möglich den Flop sehen wollen. Am Flop können wir dann entscheiden ob wir Action ins Spiel bringen.

Looser Tisch:

Sitzt Ihr auf einem Tisch auf dem sich Eure Gegner so gut wie nie von ihren Karten trennen können, dann könnt Ihr auch mit marginalen Händen mitzahlen, wenn es vor Euch keine Erhöhungen gab. Grund ist, dass man in Multiwaypots mit marginalen Händen zum Teil recht gute Pot Odds am Flop bekommt, sollte man einen netten Draw treffen. Zudem spricht die loose Spielweise nicht für die Spieler und deren Pokerwissen.

Position:

Den positionstechnischen Vorteil kann man beim PLO nur nutzen, wenn die Stacks groß sind, denn sonst wird jeder Stealversuch von einem Shorty bezahlt und was folgt ist ein All In gepushe am Flop. Sind nur Deep Stacks am Tisch und haben die nach Eurem Eindruck auch etwas Pokerverstand, dann können wir in später Position auch mit marginalen Händen einen Preflop Raise bezahlen wenn wir in eine Heads Up Situation mit dem Aggressor kommen. Wichtig ist dabei nur, dass wir in Position zu ihm sitzen, damit wir falls er den Flop verfehlt hat bzw. checkt, Freecards bekommen.

AA Hände:

Mittlerweile wisst Ihr, dass AA Hände ebenfalls sehr anfällig sind und nur zu den Drawing Händen zählen. Der große Unterschied liegt in den Beikarten. Haben wir AA double suited oder entsprechende Beikarten wie KQ oder KJ etc. dann ist ein Raise vertretbar. Sind hingegen die AA ohne Unterstützung, dann sollten sie nur gelimpt werden

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Die 4 Handstärken im Pot Limit Omaha

Monday, 13. July 2009 17:52

Beim Pot Limit Omaha kann man die Starthände grundsätzlich in 4 verschiedene Kategorien einteilen. Diese Klassifizierung ist sehr wichtig, da sie unsere Vorgehensweise sowohl Pre- als auch Postflop regelt.

Premiumhände:

Als Premiumhände gelten beim PLO unter anderem hohe double paired Hände wie z.B. KKJJ. Aber auch hohe Paare mit entsprechenden Beikarten die uns eventuell Nut Straight Draws bringen könnten wie z.B. AAKQ gehören in diese Kategorie. Gute rundown Starthände wie TJQK double suited kann man ebenfalls noch zu den Premiumhänden zählen, denn zusätzlich zur Nut Straight, haben wir hier auch noch potentielle Nut Flush Draws.

Spekulative Hände:

Wie Ihr schon im Artikel Unterschied zu Hold’em lesen konntet, gehören AA Starthände ohne unterstützende Beikarten zu den Drawing Hands. Ohne einen A Treffer am Flop ist diese Starthand zumeist geschlagen und darf nicht um jeden Preis verteidigt werden. Wrap Hände wie KQT9 vor allem wenn sie double suited sind gehören ebenfalls zu den spekulativen Händen. Zwar haben wir am Flop recht gerne starke Straight Draws, aber können wir sie nicht bis zur A komplettieren, besteht immer die Gefahr durch eine Nut Straight abgefangen zu werden.

Marginale Hände:

Hier gehören alle mittleren aber auch hohe Paare mit schlechten Beikarten hinein bei denen man sich zwar den Flop billig ansehen kann, aber bei Preflop Action erst gar nicht ins Geschehen einsteigen sollte. Dasselbe gilt für schwache A suited Hände, die uns im Erfolgsfall zwar einen Nut Flush bringen könnten, aber diese Möglichkeit alleine ist nicht genug, um schon Preflop viel in den Pot zu zahlen.

Trash Hände:

Alles was in den obigen Kategorien nicht angesprochen wurde, gehört beim PLO zu den Trash Händen. Darunter fallen mittlere bis kleine Paare mit schlechten Beikarten die keine Konnektivität besitzen und natürlich Hände die komplett ohne Verbesserungschancen sind wie K842. Die minimale Chance auf eine anfällige Straight ist kein Grund einer solchen Hand Potential einzuräumen.

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Unterschied von Pot Limit Omaha und Hold’em

Monday, 13. July 2009 17:46

Gleich vorweg: Eine tolle Hold’em Ausbildung bzw. gute Hold’em Strategie ist kein Garant dafür, dass man auch beim PLO erfolgreich spielen kann. Mit Ausnahme des Handrankings unterscheidet sich PLO sehr stark von Hold’em. Anfänger und Spieler die zwar bei anderen Pokervarianten schon eine gute Performance hinlegen können, unterliegen dem Trugschluß, dass PLO um ein Vielfaches leichter zu spielen sein muss, da man sich ja seine Pokerhand aus 9 Karten zusammenstellen kann. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die größten Unterschiede werde ich Euch nun aufzählen.

Omaha wird aufgrund der vielen möglichen Starthand Kombinationen Preflop zumeist looser gespielt als Hold’em. Das heißt, dass sich viel mehr Spieler, selbst nach einem Raise dazu entschließen, sich den Flop anzusehen.

Gute Starthände im Hold’em wie hohe Paare, AK, AQ usw. verlieren beim Omaha an Wert. Selbst AA in der Starthand ist nur eine Drawing Hand.

Ein geflopptes Set ist im Hold’em schon Gold wert, aber im Omaha nur ein Top Set und selbst dieses ist sehr anfällig. Bottom und middle Sets können leicht durch ein Top Set oder einen Draw abgefangen werden.

Slowplay ist im Omaha nicht angesagt. Die Devise lautet: Triffst du, bettest du! (Gilt für unproblematische Flops und mindestens Top Two Pair Treffer.

Outs, Pot Odds, Erwartungswerte und Implied Odds muss man im Schlaf beherrschen und im PLO gilt: Nur die Nuts Outs zählen. Die großen Fehler beim Omaha werden nicht Preflop sondern Postflop gemacht.

Der reine Bluff ist im Hold’em ein guter Move und erfolgsversprechend. Im PLO sind reine Bluffs zu vermeiden, weil die Potsize Beschränkung und die Wahrscheinlichkeit, dass jemand getroffen hat zu groß sind um regelmäßig durchzugehen. Das Hauptaugenmerk liegt beim PLO eher auf dem Semi Bluff, der uns im Erfolgsfall die Nuts bringt.

Dies war nur ein kleiner Auszug davon, was Hold’em von Pot Limit Omaha unterscheidet und die Aufzählungen erschöpfen sich darin nicht. In weiteren Artikeln werden wir noch spezieller auf diverse problematische Situationen eingehen

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Pot Limit Omaha Regeln

Monday, 13. July 2009 17:38

Die Regeln beim Pot Limit Omaha sind schnell erklärt. Jeder Spieler bekommt 4 Karten als Starthand, von denen schlußendlich exakt 2 zum bilden der Pokerhand genutzt werden müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob uns bei einer Starthand wie z.B. 27JK und einem Flop von 27T zuerst die zwei und die sieben helfen oder ob wir zum Schluß bei einem Board von 27TQA, den J und den K benötigen um unsere Straight zu basteln. Die vier Karten bleiben immer bei uns und wir dürfen uns immer für zwei beliebige Karten entscheiden. Wie schon beim Hold’em Poker gibt es auch beim PLO die Pflichteinsätze Small Blind und Big Blind und die Raise Höhe hängt ausschließlich von dem Betrag ab, der schon am Tisch gebettet wurde. Deswegen ist der Maximum Bet immer ein Potsize Bet und das hat folgenden Grund. Würde man PLO in der No Limit Variante spielen, so würde aufgrund der Vielzahl der Spieler von denen jeder 6 mögliche “2 Card” Starthände hält, das ganze Spiel schon Preflop zu einem All In gepushe und zu einem reinen Glückspiel werden. Haben alle Spieler den selben Einsatz gebracht, dann wird der Flop ausgeteilt und der Small Blind beginnt die nächste Setzrunde. Jeder Spieler hat dann die Möglichkeit den Einsatz zu bringen oder die Karten wegzulegen. Die weiteren Runden bis zum River werden ebenfalls in diesem Muster gespielt und unterscheiden sich nicht vom Hold’em Poker. Nach der letzten Setzrunde kommt es zum Showdown und jeder Spieler muss nun aus den insgesamt 9 Karten (4 in der Starthand und 5 offene Karten am Board) die bestmögliche Pokerhand, bestehend aus 5 Karten zusammenstellen. Die einzige Vorgabe ist, wie oben schon erwähnt, exakt 2 Karten aus der Starthand zu verwenden. Der Spieler mit der höchsten Hand gewinnt dann den Pot. Das Handranking ist exakt dasselbe wie beim Hold’em Poker und beginnt mit J hoch und endet mit dem Royal Flush.

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