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Unterschied von Pot Limit Omaha und Hold’em

Monday, 13. July 2009 17:46

Gleich vorweg: Eine tolle Hold’em Ausbildung bzw. gute Hold’em Strategie ist kein Garant dafür, dass man auch beim PLO erfolgreich spielen kann. Mit Ausnahme des Handrankings unterscheidet sich PLO sehr stark von Hold’em. Anfänger und Spieler die zwar bei anderen Pokervarianten schon eine gute Performance hinlegen können, unterliegen dem Trugschluß, dass PLO um ein Vielfaches leichter zu spielen sein muss, da man sich ja seine Pokerhand aus 9 Karten zusammenstellen kann. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die größten Unterschiede werde ich Euch nun aufzählen.

Omaha wird aufgrund der vielen möglichen Starthand Kombinationen Preflop zumeist looser gespielt als Hold’em. Das heißt, dass sich viel mehr Spieler, selbst nach einem Raise dazu entschließen, sich den Flop anzusehen.

Gute Starthände im Hold’em wie hohe Paare, AK, AQ usw. verlieren beim Omaha an Wert. Selbst AA in der Starthand ist nur eine Drawing Hand.

Ein geflopptes Set ist im Hold’em schon Gold wert, aber im Omaha nur ein Top Set und selbst dieses ist sehr anfällig. Bottom und middle Sets können leicht durch ein Top Set oder einen Draw abgefangen werden.

Slowplay ist im Omaha nicht angesagt. Die Devise lautet: Triffst du, bettest du! (Gilt für unproblematische Flops und mindestens Top Two Pair Treffer.

Outs, Pot Odds, Erwartungswerte und Implied Odds muss man im Schlaf beherrschen und im PLO gilt: Nur die Nuts Outs zählen. Die großen Fehler beim Omaha werden nicht Preflop sondern Postflop gemacht.

Der reine Bluff ist im Hold’em ein guter Move und erfolgsversprechend. Im PLO sind reine Bluffs zu vermeiden, weil die Potsize Beschränkung und die Wahrscheinlichkeit, dass jemand getroffen hat zu groß sind um regelmäßig durchzugehen. Das Hauptaugenmerk liegt beim PLO eher auf dem Semi Bluff, der uns im Erfolgsfall die Nuts bringt.

Dies war nur ein kleiner Auszug davon, was Hold’em von Pot Limit Omaha unterscheidet und die Aufzählungen erschöpfen sich darin nicht. In weiteren Artikeln werden wir noch spezieller auf diverse problematische Situationen eingehen

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Pot Limit Omaha Regeln

Monday, 13. July 2009 17:38

Die Regeln beim Pot Limit Omaha sind schnell erklärt. Jeder Spieler bekommt 4 Karten als Starthand, von denen schlußendlich exakt 2 zum bilden der Pokerhand genutzt werden müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob uns bei einer Starthand wie z.B. 27JK und einem Flop von 27T zuerst die zwei und die sieben helfen oder ob wir zum Schluß bei einem Board von 27TQA, den J und den K benötigen um unsere Straight zu basteln. Die vier Karten bleiben immer bei uns und wir dürfen uns immer für zwei beliebige Karten entscheiden. Wie schon beim Hold’em Poker gibt es auch beim PLO die Pflichteinsätze Small Blind und Big Blind und die Raise Höhe hängt ausschließlich von dem Betrag ab, der schon am Tisch gebettet wurde. Deswegen ist der Maximum Bet immer ein Potsize Bet und das hat folgenden Grund. Würde man PLO in der No Limit Variante spielen, so würde aufgrund der Vielzahl der Spieler von denen jeder 6 mögliche “2 Card” Starthände hält, das ganze Spiel schon Preflop zu einem All In gepushe und zu einem reinen Glückspiel werden. Haben alle Spieler den selben Einsatz gebracht, dann wird der Flop ausgeteilt und der Small Blind beginnt die nächste Setzrunde. Jeder Spieler hat dann die Möglichkeit den Einsatz zu bringen oder die Karten wegzulegen. Die weiteren Runden bis zum River werden ebenfalls in diesem Muster gespielt und unterscheiden sich nicht vom Hold’em Poker. Nach der letzten Setzrunde kommt es zum Showdown und jeder Spieler muss nun aus den insgesamt 9 Karten (4 in der Starthand und 5 offene Karten am Board) die bestmögliche Pokerhand, bestehend aus 5 Karten zusammenstellen. Die einzige Vorgabe ist, wie oben schon erwähnt, exakt 2 Karten aus der Starthand zu verwenden. Der Spieler mit der höchsten Hand gewinnt dann den Pot. Das Handranking ist exakt dasselbe wie beim Hold’em Poker und beginnt mit J hoch und endet mit dem Royal Flush.

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PLO - first steps

Monday, 13. July 2009 17:32

Die allermeisten Spieler kommen im Laufe ihrer No Limit Hold’em Online Karriere zum ersten Mal mit Omaha Poker in Berührung. Meistens, weil sie etwas Abwechslung suchen nach endlosen No Limit Hold’em Stunden am Pokertisch oder als Pausenfüller. Leider spielen dann etliche Spieler sofort auf den gewohnten Limits und ohne Vorahnung, was sie auf einem Pot Limit Omaha Tisch alles erwarten kann. Von den Regelkenntnis Mankos spreche ich erst mal gar nicht. Aber gleich zu Beginn muss ich eine dringende Warnung ausprechen: Hold’em Poker ist ungleich Omaha. Zwar gilt das selbe Handranking, aber alles andere ist nicht mit Hold’em vergleichbar. In weiteren folgenden Artikeln werden wir noch näher auf spezielle Situationen und auf do’s and dont’s eingehen, aber fürs Erste genügen schon mal ein paar Hinweise.

Höchstwahrscheinlich habt Ihr bis dato nur Hold’em in der No Limit Variante gespielt. Omaha Poker wird aber ausschließlich in der Fixed oder Pot Limit Variante angeboten. Somit fehlt Euch ein entscheidender Move, den Ihr schon gewohnt seid. Der All In push! Zwar kommt es beim PLO auch öfters zu All In Situationen, aber zumeist erst im späteren Blattverlauf, da die Bet Höhe auf Potsize beschränkt ist. Somit gibt es im PLO keinen Overraise mit dem Ihr eure starken Starthände schützen könntet.

Und somit sind wir schon beim Thema Starthände. Ihr bekommt immer 4 Karten als Starthand, von denen Ihr zwingend 2 verwenden müsst, wenn Ihr eure Pokerhand zusammenstellt. Das heißt weder eine noch drei Karten sondern exakt zwei. Das mag zwar auf den ersten Blick nicht so schwer zu verstehen sein, aber als kleines Vorabbeispiel nehmen wir gleich mal eine exotische Starthand wie AAAA her. Diese Hand sieht zwar nett aus, ist aber definitiv Mist. Sie ist ein klarer Preflop Fold im Omaha. Wir können weder ein Flush, noch ein Full House A erreichen und schon gar nicht haben wir Quads. Wir hätten in diesem Fall nur ein Paar Asse ohne Chance uns zu verbessern, weil wir uns selbst die benötigten Outs wegnehmen. Ihr seht also, so leicht ist es dann doch nicht.

Wie schon erwähnt, wir bekommen 4 Karten zu Beginn. 4 Karten entsprechen 6 verschieden 2 Card Kombinationen, wie Ihr es vom Hold’em Poker gewohnt seid. Jetzt ist es nicht schwer zu erkennen, dass sich Eure Gegner nicht bei jedem Preflop Raise, von ihren Karten trennen werden und bei entsprechend vielen Callern wird eine schöne Starthand am Flop zu Trash. Nicht umsonst wird PLO als das Spiel der Nuts bezeichnet, die es zu erreichen gilt, weil alle anderen Hände sehr oft nicht mehr spielbar sind aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit, dass ein Gegner sie bereits hat.

Dies war nur ein kurzes Intro für all jene die meinen, mit Hold’em Wissen auch am PLO Tisch bestehen zu können. Weitere Artikel zu Strategien, Pot Odds, Varianten und Regeln folgen in Kürze.

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