Tag-Archiv für » Slowplay «

PLO Postflop Strategien

Monday, 13. July 2009 18:39

Es gibt 2 grundsätzliche Vorgehensweisen beim Pot Limit Omaha, die immer berücksichtigt werden sollten.

Slowplay gibt es nicht, mit Ausnahme von Monsterhänden. Das heißt: Trefft Ihr zumindest Top Two Pair, dann bettet Ihr!

PLO ist das Spiel der Nuts. Haben wir gute Chancen am Flop auf die Nuts und optimalerweise noch zusätzliche Draws, dann spielt am besten so, als ob Ihr sie schon halten würdet. Dieser Semibluff hat auch ohne Treffer gute Chancen ohne Showdown durchzugehen und zusätzlich können wir bei einem Treffer massive Pots gewinnen. Sollte Euer Semibluff auf große Gegenwehr treffen, dann haltet Euch an die Pot Odds und entscheidet weiter.

Die Bethöhe:

Grundsätzlich solltet Ihr einen Treffer, der nicht durch einen problematischen Flop gefährdet ist, Potsize betten. Erstens strahlt dieser Bet schon mal Stärke aus und zweitens gebt Ihr durch die gleichbleibende Pethöhe nie einen Tell weiter, der auf die Handstärke schließen lässt.

Geflopte Sets:

Top Sets bei ungefährlichen Board sollten ebenfalls Potsize angespielt werden. Zwar können wir gegen einen verbleibenden Spieler auch mal das Check-Raise Spiel probieren, dies sollte aber die Ausnahme bleiben, da erstens dieser Move sehr schnell von den Gegnern durchaut wird und zweitens besteht die Gefahr, dass wir eine Freecard geben. Viel gefährlicher sind da schon middle oder bottom Sets. Wir können erstens schon durch ein Top Set dominiert werden und jede weitere Karte am Flop birgt die Gefahr auf ein weiteres Set. Deswegen gilt in diesem Fall unser Hauptaugenmerk der Flop-Boardtextur und bei zu großer Aggression unserer Gegner müssen wir uns auch von einem Set verabschieden können. Gibt es bis zu uns keine Action und ist der Flop ohne große Gefahren, dann können wir natürlich versuchen mit einem Potsize Bet den Pot vorzeitig abzugreifen.

Gefloptes Two Pair:

Two Pairs sind zwar beim Hold’em schon ein guter Treffer, aber beim Pot Limit Omaha eine mehr als anfällige Hand. Deswegen müssen wir einen Move von bestimmten Kriterien abhängig machen.

Die Position-welches Two Pair halten wir- wieviele Gegner sind im Spiel- haben wir zusätzliche Draw Chancen- die Action am Tisch und natürlich die Flop Textur.

Meistens fällt uns die Entscheidung sehr leicht, denn bei allem anderen außer Top Two Pair und einem Aggressor am Tisch haben wir hier einen klaren Fold. Treffen wir Top Two Pair können wir überlegen zu zahlen, aber nur wenn die Floptextur nicht schon ein Monster vermuten lässt. Zudem müssen wir immer beachten, dass der Gegner eventuell ein Set geflopt haben könnte.

Geflopte Trips:

Hier gibt es nur eines zu beobachten. Bleibt ein weiterer Spieler auf Action von uns im Rennen, dann kann es leicht sein, dass er sie ebenfalls geflopt hat. Dann gilt es einen Blick auf unsere Beikarten zu werfen und eventuelle Drawchancen, auf die der Gegner spekulieren könnte abzuchecken. Liegt ein Pair am Flop und haben wir selbst nicht die Trips getroffen, dann ist die Entscheidung leicht. Fold.

Geflopte Straight:

Ist zwar sehr nett, aber ist der Flop suited oder haben wir nicht die Nut Straight, dann sind wir gefährdet. Bei einem suited Flop sollten wir nicht anspielen, denn ein eventuelles Nut Flush beim Gegner wird von diesem sicherlich auch nicht sofort angespielt. Bei unproblematischen Flop empfiehlt sich ebenfalls ein Potsize Bet und bei Action der Gegner, eventuelle Nut Straights bedenken und die folgenden Karten im Auge behalten.

Thema: Strategie | Kommentare (0) | Autor: admin